Ahoi – mit der Mytilus auf Sommerfahrt auf der Ostsee

Die Abschlussfahrt der Sippe Elch war ein Törn mit der Mytilus. Eine Woche lang ging es kreuz und quer über die Ostsee. Hier der Eintrag aus dem Logbuch vom vorletzten Tag:

Freitag, 17.10.14 (siebter Tag)

Die Mytilus im Hafen

Die Mytilus im Hafen

De Masten so scheef as den Schipper sein Been

De Masten so scheef as den Schipper sein Been

An Deck

An Deck

calando packt mit an

calando packt mit an

monax hat die Spitze des Klüverbaums erklommen

monax hat die Spitze des Klüverbaums erklommen

Morgens gegen 7:00 Uhr stehen wir auf, um schnell aufbrechen zu können.

Wir liegen im Hafenbecken von Mommark in Dänemark – der Hafen ist eine genauere Beschreibung allerdings nicht wert.
Die Möwen ziehen ihre Kreise und schieten den Pier voll.

Kurz nach 8:00 Uhr sind wir bereit zum Ablegen. Aber es wird noch mindestens eine Stunde dauern bis wir auch wirklich ablegen, da es zu neblig ist.

Obwohl wir heute gelernt haben, dass sich aus dem „Wahren Wind“ und dem „Fahrtwind“ der scheinbare Wind ergibt, hatten wir heute scheinbar gar keinen Wind.
Wir haben die Fock, den Großen Klüver und das Großsegel gesetzt und das brachte uns eine Geschwindigkeit von etwa 4 km/h, also langsame Schrittgeschwindigkeit.
Irgendwann haben wir dann doch den Motor angestellt. Es war also eine entspannte Überfahrt ohne viele Knoten und ohne viel zu tun. Allerdings konnten wir die Flaute dazu nutzen, um während der Fahrt mittels Klettergurt bis ganz vorne an die Spitze des Klüverbaums zu klettern.

Am Abend liegen wir zwischen den Ochseninseln vor Anker und der Himmel klart weiter auf. Einen Tag vor Ende haben wir noch einmal richtig schönes Wetter mit blauem Himmel und kleinen Wölkchen.
Wir gehen alle in der Ostsee baden, sie hat immerhin 14,1 °C, das sagt zumindest der Bordcomputer.

Nach unserer Feuerrunde können wir vom Deck aus schon zum zweiten Mal bei diesem Törn das Naturschauspiel „Meeresleuchten“ beobachten.
Ich werfe einen Eimer ins Wasser und augenblicklich leuchtet die Wasseroberfläche gespenstisch und wirft blaugrüne Wellen.

Phosphoreszierende Algen haben sich im Sonnenlicht des Tages aufgeladen und entladen sich bei Berührung auf eindrucksvolle Weise. Wir beobachten sie noch bis tief in die Nacht – heute gehen wir erst spät in die Kojen.

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